Byzantinistik

Die Byzantinistik beschäftigt sich mit allen Aspekten der Geschichte und Kultur jenes aus der Osthälfte des römischen Reiches hervorgegangenen mittelalterlichen Staates, dessen Zentrum die Hauptstadt Konstantinopel, das heutige Istanbul, war. Es handelt sich damit um eine sehr komplexe Wissenschaft, innerhalb derer eine Reihe von Spezialfächern existieren, ohne dass diese sich verselbständigt hätten. Während die zeitlichen Anfänge jenes Reiches der Rhomäer – wie die Byzantiner sich selbst bezeichneten - in der Forschung (besonders mit den Jahren 284, 330, 395, 565 und 641) kontrovers diskutiert werden, ist das Ende des oströmischen Kaisertums mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Mai des Jahres 1453 klar zu bestimmen. Das geographische Gebiet von Byzanz war im Laufe seiner Geschichte starken Veränderungen unterworfen: In seiner größten Ausdehnung erstreckte es sich von den 'Säulen des Herakles' (Gibraltar) bis zum Euphrat und beschränkte sich zuletzt auf Konstantinopel mit seinem Hinterland und einige Gebiete im heutigen Griechenland. Prägend für die Kultur der Byzantiner waren griechische und römische Wurzeln in Verbindung mit dem sich zur Staatsreligion entwickelnden Christentum.

Byzantinistik im FID Altertumswissenschaften ─ Propylaeum

In der Nachfolge des ehemaligen Sondersammelgebiets 6.15 „Byzanz“ wird das Angebot für das Fachgebiet in Propylaeum von der Bayerischen Staatsbibliothek München betreut.

Im wissenschaftlichen Beirat von Propylaeum wird das Fach durch Prof. Dr. Albrecht Berger (Ludwig-Maximilians-Universität München) vertreten.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

In der aktuellen Projektphase (2016-2018) liegt der Fokus für die Byzantinistik auf dem Bestandsaufbau, also dem Erwerb und der Bereitstellung der aktuellen Forschungsliteratur. Da die wissenschaftliche Literaturversorgung für dieses Fach an vielen Standorten wenig ausgeprägt ist, wird auf eine möglichst breite Erwerbung gesetzt, die viele Aspekte der byzantinischen Kultur umfasst.

In einem eigenen Arbeitspaket ist der Aufbau eines Open Access-Aggregators für Rezensionen altertumswissenschaftlicher Neuerscheinungen vorgesehen, bei dem auch byzantinische Publikationen Berücksichtigung finden werden.

Neu entwickelt wird ein Profildienst. Nutzerinnen und Nutzer von Propylaeum können sich nach erfolgter Registrierung individuell ihr gewünschtes Portfolio zusammenstellen und festlegen, ob sie täglich, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise per Mail oder RSS-Feed über Neuzugänge informiert werden wollen.

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