Classical Philology

Das Hauptaugenmerk der Klassischen Philologie richtet sich auf die klassischen Sprachen Griechisch und Latein und auf die in diesen überlieferten fiktionalen und nicht-fiktionalen Texte, darunter auch die Fach- und Sachtexte historiographischer, philosophischer, rhetorischer, geographischer und medizinischer Art, sowie deren Entstehungs- und Überlieferungsbedingungen. Anders als in der Alten Geschichte gilt das Forschungsinteresse selten auch nicht-literarischen Gebrauchstexten wie z. B. Inschriften und Münzlegenden. Gemeinsam ist aber beiden Disziplinen das historische Interesse an der antiken Kultur der Griechen und Römer und deren Rekonstruktion. Die Entstehung der Klassischen Philologie als eigenständige wissenschaftliche Disziplin reicht bis in die (vor)alexandrinische Zeit zurück, als erste Versuche unternommen wurden, die überlieferten Werke der Dichter auf eine zuverlässige Textgrundlage zu stellen und diese auch zu interpretieren. Der von der Gräzistik erforschte zeitliche Rahmen erstreckt sich vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr., der der Latinistik vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. und bezieht auch die jeweilige Rezeptionsgeschichte ein. Der geographische Forschungsraum umfasst die griechisch-hellenistische Mittelmeerkoine und das römische Reich mit seinen Provinzen, also das Mediterraneum bis hin nach Nordwest- und Mitteleuropa.

Klassische Philologie im FID Altertumswissenschaften ─ Propylaeum

In der Nachfolge des ehemaligen Sondersammelgebiets 6.12 „Klassische Altertumswissenschaft einschl. Alte Geschichte. Mittel- und Neulateinische Philologie“ wird das Angebot für das Fachgebiet in Propylaeum von der Bayerischen Staatsbibliothek München betreut.

Im wissenschaftlichen Beirat von Propylaeum wird das Fach durch Prof. Dr. Martin Hose (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Dr. Peter von Möllendorff (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Ulrich Schmitzer (Latinistik, Humboldt-Universität zu Berlin) vertreten.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

In der aktuellen Projektphase (2016-2018) liegt der Fokus für die Klassische Philologie auf dem Bestandsaufbau, also dem Erwerb und der Bereitstellung der aktuellen Forschungsliteratur. Dafür wird u. a. PropylaeumSearch ausgebaut und weiterentwickelt.

In diesem Kontext wird auch die Gnomon Bibliographische Datenbank in den Bayerischen Verbundkatalog integriert und besser an PropylaeumSearch angebunden.

Der DAI-Gazetteer wird in unserem Aktionsfeld "Linked Open Data – „Digital Classics“" ebenfalls für PropylaeumSearch nutzbar gemacht.

In einem weiteren Arbeitspaket ist der Aufbau eines Open-Access-Aggregators für Rezensionen altertumswissenschaftlicher Neuerscheinungen vorgesehen, bei dem auch Publikationen auf dem Gebiet der Klassischen Philologie Berücksichtigung finden werden.

Neu entwickelt wird ein Profildienst. Nutzerinnen und Nutzer von Propylaeum können sich nach erfolgter Registrierung individuell ihr gewünschtes Portfolio zusammenstellen und festlegen, ob sie täglich, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise per Mail oder RSS-Feed über Neuzugänge informiert werden wollen.

Haben Sie noch Fragen?

Wenn Sie weitere Informationen zu unseren Angeboten benötigen oder an den Publikationsmöglichkeiten Interesse haben, melden Sie sich bitte bei uns. Es können auch Termine für Informationsveranstaltungen vor Ort in Ihrem Institut oder Ihrer Einrichtung vereinbart werden.