Klassische Archäologie

Das Fach Klassische Archäologie hat die materielle, visuell erfassbare Hinterlassenschaft der griechischen und römischen Kultur zum Gegenstand. Dazu gehören ihre Vorstufen (zum Beispiel die mykenische Kultur der Bronzezeit), aber auch ihre Nachwirkungen (zum Beispiel frühbyzantinische Kunst) und Bezüge zu Nachbarkulturen. Der geographische Rahmen umfasst in erster Linie Griechenland, Kleinasien und Italien, darüber hinaus für die römische Kaiserzeit die Provinzen des römischen Reiches. Für eine sinnvolle Interpretation der Funde und Befunde bedient sich die Klassische Archäologie auch der erhaltenen Quellen, vor allem antiker Literatur und Inschriften. So gelangt sie zu Erkenntnissen, die in verschiedene Bereiche der Alten Geschichte führen, insbesondere Politik, soziale Verhältnisse, Wirtschaft, Lebensformen, Religion und Mythos.

Klassische Archäologie im FID Altertumswissenschaften - Propylaeum

In der Nachfolge des ehemaligen Sondersammelgebiets 6.14 „Klassische Archäologie“ wird das Angebot für das Fachgebiet in  Propylaeum von der Universitätsbibliothek Heidelberg betreut.

Im wissenschaftlichen Beirat von Propylaeum wird das Fach durch Prof. Dr. Diamantis Panagiotopoulos (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) und  Prof. Dr. Martina Seifert (Universität Hamburg) vertreten.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

In der aktuellen Projektphase (2016-2018) liegt neben dem Bestandsaufbau, also dem Erwerb und der Bereitstellung der aktuellen Forschungsliteratur, ein Fokus auf dem Ausbau der Publikationsaktivitäten für die Klassische Archäologie. So werden - in Kooperation mit verschiedenen Herausgebern - weitere zentrale Zeitschriften des Fachs nach und nach im Open Access als E-Journals bereitgestellt, so z.B. die "Bonner Jahrbücher", das "Archäologische Korrespondenzblatt", die "Germania" oder die "Würzburger Jahrbücher für Altertumswissenschaft". Über die Publikationsplattformen Propylaeum-eBOOKS und Propylaeum-DOK werden Monographien, Sammelbände, ganze Reihen (wie z.B. die "Archäologischen Berichte" oder der "Corpus der minoischen und mykenischen Siegel") sowie Aufsätze online publiziert.
Ebenfalls ausgebaut wird das Angebot an digitalisierter historischer Literatur schwerpunktmäßig des 18.- 20. Jahrhunderts.

In einem weiteren Arbeitspaket soll ein vielfältig nachnutzbares Tool zum dynamischen und kollaborativen Arbeiten entwickelt werden. Als Prototyp für eine Pilotanwendung dient das „Biographische Lexikon zur Archäologie in Deutschland“, einem Kooperationsprojekt der Römisch-Germanischen Kommission, dem Verband der Landesarchäologen in Deutschland, dem Rheinischen Landesmuseum Trier, dem RGZM Mainz, dem GNM Nürnberg sowie der KAFU. Zudem ist der Aufbau eines Open-Access-Aggregators für Rezensionen altertumswissenschaftlicher Neuerscheinungen vorgesehen.

Um die überregionale Verfügbarkeit lizenzpflichtiger eBooks zu erhöhen, werden erste Produkte deutschlandweit über sogenannte "FID-Lizenzen" bereitgestellt.

Neu entwickelt wird ein Profildienst. NutzerInnen von Propylaeum können sich nach erfolgter Registrierung individuell ihr gewünschtes Portfolio zusammenstellen und festlegen, ob sie täglich, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise per Mail oder RSS-Feed über Neuzugänge informiert werden wollen.

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