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Die Trierer Jahresberichte erschienen ab 1908 als „Neue Folge“ des vorangegangenen Jahresberichts der Gesellschaft für Nützliche Forschungenhttps://www.ub.uni-heidelberg.de/fachinfo/archaeologie/zeitschriften/jahresbericht_trier.html. Die neue Zeitschrift diente als Vereinsgabe der Gesellschaft und wurde gemeinsam mit dem Provinzialmuseum herausgegeben. Dessen Direktor, Emil Krüger, war zugleich nicht nur Schriftführer der Gesellschaft, sondern auch Redakteur der Jahresberichte.

Die knappe und prägnante Titelformulierung griff den in der Fachwelt üblich gewordenen Zitiertitel der Jahresberichte der Gesellschaft auf. Die Trierer Jahresberichte knüpften aber nicht nur an die Vorgängerzeitschrift der Gesellschaft an, sondern boten – angedeutet durch die Pluralform – auch inhaltlich zwei jährliche Rechenschaftsberichte: neben dem der Gesellschaft (mit den meist kurzen Eigenberichten der Vorträge) auch den Jahresbericht des Provinzialmuseums (mit der ausführlichen, für die Fachwelt bestimmten Fassung des Forschungsberichts über Ausgrabungen, Funde und Erwerbungen sowie dem Verwaltungsbericht). Dazu enthielten die Jahresberichte – ähnlich wie die Vorgängerpublikation – auch wissenschaftliche Abhandlungen zur Archäologie, Geschichte und Kunstgeschichte.

Der unmittelbare Anlass für die Neubegründung der Trierer Jahresberichte lag nicht nur in der Fortführung der Gesellschaftszeitschrift. Auch dem Trierer Provinzialmuseum fehlte noch ein eigenes Publikationsorgan. Denn das von Felix Hettner begründete Korrespondenzblatt der Westdeutschen Zeitschrift war für die Altertumskunde ganz Westdeutschlands konzipiert; ebenso dessen Fortsetzung, das Römisch-germanische Korrespondenzblatt, das Krüger von 1908 bis 1916 von Trier aus herausgab.

Die Trierer Jahresberichte erschienen 1908 bis 1921/22 (1923) in 13 Bänden (einschließlich einer Monographie 1914/15) mit 130 Beiträgen auf 1.326 Seiten. Sie wurden in der Folge als Trierer Berichte fortgesetzt.