Veranstaltung

Internationale DGUF-Tagung 2018: Sharing Heritage - Die Teilhabe am kulturellen Erbe als Bürger- und Menschenrecht


10. 05. 2018


- 13. 05. 2018


Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF)


Deutschland, München


E-Mail-Kontakt: vorstand@dguf.de



E-Mail-Kontakt: vorstand@dguf.de

Tagungssprache: Deutsch, Englisch

Geographischer Bezug: Mitteleuropa

Berichtszeitraum: Frühgeschichte / Antike

Die 2005 vom Europarat verabschiedete "Rahmenkonvention über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft" (Faro-Konvention), der Deutschland noch nicht beigetreten ist, betrachtet die Teilhabe am kulturellen Erbe als Bürgerrecht. Karima Bennoune, die von den Vereinten Nationen zur Spezialbeauftragten für Kulturrecht berufene Juristin, geht in ihren Berichten noch weiter: Wo kulturelles Erbe angegriffen und zerstört wird, werden auch die Menschen und die grundlegenden Menschenrechte angegriffen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat jüngst erste Urteile gefällt gegen Täter, die in bewaffneten Konflikten aus ideologischen Gründen Kulturgut zerstört haben. Papst Franziskus hebt in seiner Enzyklika Laudato Si' den Schutz von Kultur und kulturellem Erbe hervor und gewichtet ihn gegenüber wirtschaftlichen Begehrlichkeiten als hohe Güter: "Das Verschwinden einer Kultur kann genauso schwerwiegend sein wie das Verschwinden einer Tier- oder Pflanzenart, oder sogar noch gravierender", schreibt er. In unserer Tagung wollen wir diskutieren, wie sich ein globales Verständnis von Kulturgut als Bestandteil von Bürger- und Menschenrechten bzw. als Teil der Schöpfung auf die Archäologie und den Denkmalschutz in Europa auswirken würde.