In Vorbereitung: Propylaeum-VITAE: Akteure – Netzwerke – Praktiken

Logo Propylaeum-Vitae: Akteure – Netzwerke – Praktiken: In Vorbereitung

Propylaeum-VITAE ist ein biographisches Informationssystem zu Persönlichkeiten, die durch ihre Leistungen in der Archäologie und in den Altertumswissenschaften hervorgetreten sind. Im Unterschied zu gedruckten biographischen Lexika ist es dynamisch gestaltet und wird online kontinuierlich fortgeschrieben.

Propylaeum-VITAE will mehr sein als ein Personenlexikon. Als dynamisches Nachschlagewerk bietet es nicht nur biographische Zugänge in die Forschungs- und Wissenschaftsgeschichte der altertumswissenschaftlichen Disziplinen, sondern stellt auch ein Schlüssel-Werkzeug für aktuelle Forschungsprojekte bereit.

In der Open-Access-Datenbank werden die Akteure der Wissenschaft vorgestellt und ihre Netzwerke abgebildet. Vielfältige Beziehungen nationaler und internationaler Art ergeben sich sowohl aus gemeinsamen Forschungsthemen und Arbeitsgebieten als auch durch gemeinsam ausgeübte Praktiken der Wissensproduktion. Dazu gehören die Entwicklung von Methoden, Konzepten und Denkfiguren oder die vielfältigen Arten der Wissenschaftskommunikation (wie Publikationen, Ausstellungen oder Tagungen), die sich nicht zuletzt auch in den Archiven in Form von Akten, Korrespondenzen oder Nachlässen niederschlagen.

Treffen 1954 von Vere Gordon Childe (1892-1957, links) und Gerhard Bersu (1889-1964, rechts)
Foto: Treffen 1954 von Vere Gordon Childe (1892-1957, links) und Gerhard Bersu (1889-1964, rechts)

Vom Beginn der Beschäftigung mit den Altertümern in der Renaissance bis in die heutige Wissenschaft werden die Akteure mit ihrem Leben und Wirken dargestellt. Zurzeit sind bereits Informationen zu über 700 einschlägigen Personen erfasst. In einem breiten Ansatz werden nicht nur die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen archäologischen und altertumswissenschaftlichen Fächern und Arbeitsfeldern beleuchtet, sondern auch föderale und nationale Grenzen bewusst überschritten.

Zum Einsatz kommt die mit Förderung der DFG entwickelte und auf dem Content Management System DRUPAL aufsetzende Software WissKI, deren semantisches Ontologienmodell die Nutzung von CIDOC-CRM (ISO-Norm 21127), aber auch projektspezifische Anwendungsontologien vorsieht. Kontrollierte Vokabulare und Normdaten (GND, iDAI.gazetteer etc.) werden eingebunden. Sämtliches über Propylaeum zugänglich gemachtes digitalisiertes Quellenmaterial wird über Verlinkungen systematisch einbezogen und ist damit unmittelbar zugänglich. Diese webbasierte und kooperative Arbeits- und Publikationsweise und die multiplen Verbindungen von Bild und Text schaffen gegenüber bisherigen Printpublikationen neue Möglichkeiten der Visualisierung und Verbreitung stets aktueller Forschungsergebnisse, können aber auch als Grundlage für gedruckte Veröffentlichungen dienen.

Die Propylaeum-VITAE-Redaktion und die wissenschaftlichen Herausgeber/innen des Projekts entscheiden eigenständig und auf Vorschlag der Nutzer über die Aufnahme von Personen und neuen Artikeln. In den Beiträgen werden aus Archiven und Bibliotheken, aus Nachrufen und Festschriften Informationen zusammengetragen und mit externen Ressourcen verknüpft. Technisch entwickelt und redaktionell betreut wird Propylaeum-VITAE vom Propylaeum-Team der Universitätsbibliothek Heidelberg.

Das Online-Nachschlagewerk entsteht im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts „Propylaeum – Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften” in Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen:

Arbeitstreffen "Tabula Imperii Romani (TIR)" 1937 in Ptuj. Hintere Reihe von links nach rechts: Victor Srabar, Aladar Radnoti, Mihovil Abramić, Viktor Hoffiller, Rudolf Egger, Balduin Saria, Josip Klemenc. Vordere Reihe von links nach rechts E. Sanceau, Henri Seyrig, Osbert Guy Stanhope Crawford, Gerhard Bersu, Giuseppe Lugli
Foto: Arbeitstreffen "Tabula Imperii Romani (TIR)" 1937 in Ptuj. Hintere Reihe von links nach rechts: Victor Srabar, Aladar Radnoti, Mihovil Abramić, Viktor Hoffiller, Rudolf Egger, Balduin Saria, Josip Klemenc. Vordere Reihe von links nach rechts E. Sanceau, Henri Seyrig, Osbert Guy Stanhope Crawford, Gerhard Bersu, Giuseppe Lugli