Alte Geschichte

Die Alte Geschichte beschäftigt sich in erster Linie mit der schriftlichen Hinterlassenschaft (Inschriften und auf anderen Medien überlieferte Texte) der Kulturen der antiken Welt des Mittelmeerraums. Folglich wird üblicherweise auch der Beginn der von der Alten Geschichte erforschten Zeit an das Entstehen von Schriftlichkeit im 2. Jahrtausend v. Chr. geknüpft. Je nach Konvention werden für das Ende des zeitlichen Rahmens der Alten Geschichte unterschiedliche Jahreszahlen verwendet, so z. B.: 306 n. Chr. (Regierungsantritt Konstantins des Großen), 325 n. Chr. (Konzil von Nicäa), 395 n. Chr. (Teilung des römischen Reichs nach dem Tode des Kaisers Theodosius I.), 410 n. Chr. (Plünderung Roms durch die Westgoten), 476 n. Chr. (Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus), 525 n. Chr. (Tod Justinians I.) bis hin zur islamischen Expansion im 7. Jh. Geographisch werden neben den Anrainerstaaten des Mittelmeers auch die angrenzenden Gebiete einbezogen, die politisch oder kulturell in Beziehungen zu diesen standen. Der Raum erstreckt sich also in etwa von Gibraltar im Westen bis nach Indien im Osten und von Großbritannien im Norden bis nach Ägypten und zum Sudan im Süden.

Alte Geschichte im FID Altertumswissenschaften ─ Propylaeum

In der Nachfolge des ehemaligen Sondersammelgebiets 6.12 „Klassische Altertumswissenschaft einschl. Alte Geschichte. Mittel- und Neulateinische Philologie“ wird das Angebot für das Fachgebiet in Propylaeum von der Bayerischen Staatsbibliothek München betreut.

Im wissenschaftlichen Beirat von Propylaeum wird das Fach durch Prof. Dr. Charlotte Schubert (Universität Leipzig) und durch Prof. Dr. Gregor Weber (Universität Augsburg) vertreten.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

In der aktuellen Projektphase (2019-2021) liegt der Fokus für die Alte Geschichte auf dem Bestandsaufbau, also dem Erwerb und der Bereitstellung der aktuellen Forschungsliteratur. Dafür wird u. a. PropylaeumSearch ausgebaut und weiterentwickelt.

In diesem Kontext wird auch die Gnomon Bibliographische Datenbank in den Bayerischen Verbundkatalog integriert und besser an PropylaeumSearch angebunden.

Der iDAI.gazetteer wird in unserem Aktionsfeld "Linked Open Data – „Digital Classics“" ebenfalls für PropylaeumSearch nutzbar gemacht.

In einem weiteren Arbeitspaket wird unser Open-Access-Aggregator recensio.antiquitatis für Rezensionen altertumswissenschaftlicher Neuerscheinungen weiter ausgebaut, bei dem auch althistorische Publikationen Berücksichtigung finden.

Außerdem bieten wir einen Profildienst an. Nutzerinnen und Nutzer von Propylaeum können sich nach erfolgter Registrierung individuell ihr gewünschtes Portfolio zusammenstellen und festlegen, ob sie täglich, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise per Mail oder RSS-Feed über Neuzugänge informiert werden wollen.

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Wenn Sie weitere Informationen zu unseren Angeboten benötigen oder an den Publikationsmöglichkeiten Interesse haben, melden Sie sich bitte bei uns. Es können auch Termine für Informationsveranstaltungen vor Ort in Ihrem Institut oder Ihrer Einrichtung vereinbart werden.