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FID Altertumswissenschaften: „Millennium-Studien“ im Open Access

Avatar of Philipp WeissPhilipp Weiss - 13. Januar 2021 - Aktuelles

Die Bayerische Staatsbibliothek unterstützt den freien digitalen Zugang zu altertumswissenschaftlicher Fachliteratur. Es ist geplant, die 85 bereits erschienenen Bände der Reihe „Millennium-Studien“ (De Gruyter) frei im Internet verfügbar zu machen. Die zehn Neuerscheinungen, die während der zweijährigen Projektlaufzeit (2021-2022) publiziert werden sollen, sind gleich bei Erscheinen im Open Access verfügbar. Für die künftigen Publikationen der Reihe wird ein mittel- und langfristiges Finanzierungskonzept umgesetzt bzw. entwickelt, das die Veröffentlichung über den sogenannten „Goldenen Open-Access-Weg“ vorsieht: Ein Anreiz für Wissenschaftler*innen, ihre Forschungsergebnisse künftig direkt im Open Access zu publizieren!

Das Projekt wurde in Verbindung mit dem DFG-geförderten Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften - Propylaeum beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beantragt und vollumfänglich bewilligt. Damit ist es gelungen, die Altertumswissenschaften mit einem richtungsweisenden Pilotprojekt in einem neuen Förderkontext zu platzieren, der die Publikation im Open Access auch für die Geisteswissenschaften als künftigen Standard etabliert.

Die „Millennium-Studien“ sind eine der renommiertesten altertumswissenschaftlichen Fachreihen, in der einschlägige Forschungsbeiträge aus zentralen Bereichen der Altertumswissenschaften publiziert werden (https://www.degruyter.com/view/serial/MST-B). Mit seinem Transformationsprojekt leistet der Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften damit einen Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit von Forschungsbeiträgen insbesondere aus dem deutschsprachigen Raum.

Um die Akzeptanz dieses zukunftsweisenden Publikationsmodells in den Altertumswissenschaften weiter zu stärken, werden die zehn Publikationen, die in den Jahren 2021-2022 erscheinen, vollständig aus Projektmitteln finanziert. Im Zuge des Transformationsvorhabens sollen außerdem Konsortialstrukturen etabliert werden, um die Publikation im „Open Access Gold“ auch über die Projektlaufzeit hinaus in den „Millennium-Studien“ fortzuführen. Alle Bände der Reihe werden parallel dazu auch in Zukunft in gedruckter Form beziehbar sein.

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