Überschwemmungskulturen in der Vormoderne
WIN-Konferenz
Heidelberg, 03.–04. Juni 2027
Einreichungsfrist: 30. November 2026
Die geplante Konferenz setzt hier an und untersucht den Umgang mit Hochwasser und Überschwemmungen in vormodernen Gesellschaften. Im Zentrum stehen das Verhältnis von Vulnerabilität und Resilienz gegenüber wiederkehrenden Umweltgefahren sowie die Frage nach der Kritikalität von Infrastrukturen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Auswirkungen von Überschwemmungen auf die gebaute Umwelt, auf Maßnahmen zu deren Schutz und Instandhaltung sowie auf den Akteuren und Institutionen, die für Vorsorge, Krisenmanagement und Wiederaufbau verantwortlich waren.
Die Tagung versteht Überschwemmungen als einen Gegenstand, der sich besonders fruchtbar aus der Verbindung unterschiedlicher disziplinärer Zugänge untersuchen lässt. Eingeladen sind daher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften. Angesprochen sind unter anderem die Geschichtswissenschaft, Archäologie, Geographie, Hydrologie, Klimatologie, Literaturwissenschaft, Religionswissenschaft, Kunstgeschichte, Sozial- und Politikwissenschaften, historische Bauforschung sowie Wissenschafts- und Technikphilosophie.
Besonders willkommen sind Beiträge, die über die Grenzen einzelner Disziplinen hinausweisen. Ziel der Tagung ist es, einen intensiven Dialog zwischen unterschiedlichen Fächern und Karrierestufen anzuregen und neue Perspektiven auf vormoderne Umwelt- und Krisendynamiken zu entwickeln. Die Konferenz soll nicht nur bestehende Forschungen zusammenführen, sondern auch Anknüpfungspunkte für längerfristige interdisziplinäre Kooperationen eröffnen.
Die Tagungssprache ist Deutsch; englischsprachige Beiträge sind ebenfalls möglich. Die Vorträge sollten eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Bitte reichen Sie bei Interesse ein halbseitiges Abstract sowie einen kurzen wissenschaftlichen Lebenslauf ein und senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2026 an alicia.wolff@zegk.uni-heidelberg.de. Reise- und Übernachtungskosten der Referentinnen und Referenten werden übernommen. Eine Publikation der Konferenzergebnisse ist vorgesehen, voraussichtlich in der Reihe „Akademiekonferenzen“ des Winter Verlags.
Organisation
Dr. Alicia Wolff, Universität Heidelberg
alicia.wolff@zegk.uni-heidelberg.de
Den vollständigen Call for Papers finden Sie hier als externen PDF-Download.